Ex-Realschüler unternahmen 15. Klassenfahrt seit 1981

Hohenhameln.   „Sie sind nicht zu bremsen“, freut sich der ehemalige Klassenlehrer Helmut Lange gegenüber der PAZ über seine begeisternde Klasse, die er an der Realschule 1981 entlassen hat. „Wir kommen nicht voneinander los. Selbst das jährlich zweimalige Dinieren in einer Gaststätte des Landkreises genügt dem ungetrübten Gemeinsinn dieser Klasse nicht.“

Und in der Tat ist es immer noch die Hälfte der ehemaligen 10d, die sich regelmäßig trifft, auch um ihr jeweils nächstes Reiseziel auszuhecken. In den vergangenen vier Jahrzehnten waren dies u.a. die innerdeutschen Orte Wyk, Wittmund, Binz, Dernau, Koblenz und Görlitz. Zu den runden Entlassdaten reiste man auf dem Ijsselmeer, nach Brügge, Posen und sogar nach Moskau. Immer entwarf die Hohenhamelner zu einer Reise ihr spezifisches gemeinsames Outfit.

Aus Pandemiegründen musste die Jubiläumsfahrt nach Österreich im vergangenen Jahr ausfallen. Dies holte die 10köpfige Gruppe jetzt umso intensiver nach und garnierte die „Klassenfahrt“ nach Salzburg und Wien mit einzigartigen Inhalten.

Salzburg war 1980 bereits das Ziel der abschließenden Studienfahrt. Und so legte die Klasse jetzt Wert darauf, neben dem sich wiederholenden Besuch der Festung in dieser großartigen Stadt die gleiche Unterkunft zu wählen wie damals: In der Jugendherberge schliefen 7 Mädels in einem Raum mit Doppelstockbetten wie andererseits die 3 Jungen.

Ein voll gespicktes Programm erwartete die Gruppe in Wien. Gleich nach der Ankunft in der österreichischen Hauptstadt befuhr sie per Straßenbahn den Ring und bestaunte die großartigen Gebäude-Ensembles; das 72-Stunden-Ticket der Wiener Bahnen wurde dabei gleich zielgerichtet eingesetzt. Und schon an diesem Abend frönte sie im 12-Apostel-Keller in ausgelassener Runde dem Heurigen. Martina Hölters (Equord), die noch am nächsten Morgen unter ihrem Bauchmuskel-Kater litt: „Ich glaube, in den letzten Jahrzehnten an keinem Abend so viel gelacht zu haben wie gestern.“

Der folgende Vormittag galt einem ausgedehnten Altstadtrundgang. Abends saßen die 10 Ehemaligen dann in der 1. Reihe des 2. Ranges im Ronacher-Theater und erlebten eine unvergessliche Aufführung des Webber-Musicals „Cats“. Dagmar Klingebiel aus Mehrum staunte nicht schlecht: „Einnmalig, umwerfend diese Aufführung!“

Natürlich durfte im Programm das Schloss Schönbrunn nicht fehlen; nach der Audio-Guide-Führung präsentierte sich der grandiose Park in gleißendem Sonnenlicht von seiner besten Seite. Den letzten Abend verbrachte man dann stilgerecht im Prater, um sich dort feucht-fröhlich im Schweizer Haus vom umtriebigen Wien zu verabschieden.

Die Rückfahrt mit der Bahn wurde in Passau unterbrochen; die „Klassenfahrt“ klang dort nach einer Besichtigung des Stephansdomes aus mit einer 3-Flüsse-Stadtrundfahrt auf Donau, Inn und Ilz. Klar, dass die Hohenhamelner Gruppe während der vergnügten ICE-Rückreise schon darüber rätselte, welches attraktive Ziel als nächstes angesteuert wird.