Erntedankfest des LandFrauenvereins Meine-Papenteich
Am 8. Oktober 2025 fand in diesem Jahr das Erntedankfest des LandFrauenvereins im Gemeindezentrum in Meine statt. 154 Teilnehmer hatten sich zum gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen angemeldet. Der LandFrauen-Chor unterhielt die Anwesenden mit bekannten Liedern wie z. B. dem “Kleinen grünen Kaktus”.
Und dann hatte der geladene Referent seinen Auftritt: Matthias Stührwoldt, Bio-Bauer aus Schleswig-Holstein, erzählte über “Das wahre Landleben eines Bauern”, angefangen in seiner Kindheit mit Vater und Mutter, später auch der Oma, auf dem Hof. Und dann mit Frau und 5 Kindern (“Einen Fernseher gab es bei uns aber auch”).
Der Hof liegt nur 22 Meter von der Autobahn entfernt. Uns als man einen Wintergarten anbauen wollte, wurde ihm vom Bauamt schriftlich mitgeteilt: “Der Wintergarten muss so gestaltet werden, dass er nicht mit einem Verkehrsschild verwechselt werden kann!”
Wie seine Eltern hatte auch Bauer Stührwoldt gerne und oft gefeiert – und macht es auch heute noch. Der Hof war und ist für alle Freunde immer offen. “Der Briefträger kam früher jeden Tag, auch wenn er keine Post hatte. Weil er wusste: es gibt ein Bier.” Bei Feiern ging es immer hoch her. Einmal musste Oma ausquartiert werden, weil es zu laut nebenan wurde. Sie hat dann auf der “Besucherritze” zwischen ihrem Sohn und der Schwiegertochter schlafen müssen.
Als dann die Kinder auszogen, wurde es ruhiger – bis Corona ausbrach und sie vorübergehend wieder zurückkamen, weil die Unis geschlossen wurden. Und da sah Bauer Stührwoldt erstmals String-Tangas. “Ich dachte erst, das ist nur ein kaputtes Stück Stoff. Wie kann denn so etwas bequem sein? Bei dem Teil wiegt das Etikett mehr als der Rest! Und dann habe ich ausgerechnet: 941 String-Tangas würden in unsere 8-kg-Waschmaschine passen. Mit Tangas wäre die Maschine nur alle 3 Jahre voll”.
Und dann war da noch die Sache mit der Kirche: sein Heimatort und der Nachbarort hatten eine gemeinsame Kirche. Die Grenze verlief auch in der Kirche: links saßen die Einwohner des einen Dorfes, rechts die des anderen. Und wehe, es hatte sich einer vertan und saß auf der falschen Seite. Dann gab es draußen eins auf die Nase! Aber die Zeiten haben sich geändert – heute gibt es sogar “Mischehen”.
Nach diesem gelungenen Vortrag wurde das Erntedankfest mit einem gemeinsam gesungenen Lied und den Abschiedsworten der Vorsitzenden Monique Zysk beendet.
