Hegering Edemissen – Elektrozäune können Sauen aufhalten

Bei der Versammlung fanden Ehrungen statt (v. l.): Kreisjägermeister Hans Werner Hauer, Hegeringleiter Andreas Wagner, Gerd Meyer, Hendrik Fischer, Hinnerck Bischoff, Hartwig Münzel, Tobias Langhorst, Helmut Krüger und Steffen Bartels (Vorsitzender Jägerschaft Peine).
Bei der Versammlung fanden Ehrungen statt (v. l.): Kreisjägermeister Hans Werner Hauer, Hegeringleiter Andreas Wagner, Gerd Meyer, Hendrik Fischer, Hinnerck Bischoff, Hartwig Münzel, Tobias Langhorst, Helmut Krüger und Steffen Bartels (Vorsitzender Jägerschaft Peine).

EICKENRODE. Im Peiner Nordkreis hat der Anbau von Kartoffeln und Mais Tradition. Doch zunehmend werden die Kartoffeln schon gegessen, bevor sie richtig ausgewachsen sind und im Maisschlag dient das Nahrungsangebot als Deckung und wird durchwühlt. Verursacher sind Wildschweine. Künftig ließe sich der durch die Schwarzkittel verursachte Wildschaden mit der Errichtung von Elektrozäunen stoppen. Wie das genau funktionieren könnte, darüber informierte Andreas Wagner, Leiter des Hegerings Edemissen, bei der Versammlung mit Hegeschau rund 40 Anwesende auf Dischers Saal in Eickenrode.

„Wildschweinschäden sind für viele Landwirte, Jagdpächter und Jagdgenossenschaften ein ständiges Ärgernis. Ich habe schon eine Rotte mit 27 Sauen gesehen, es macht Sinn, zu zäunen“, so der Hegeringleiter. Zwischen Ankensen und Eickenrode gebe es beispielsweise bereits Elektrozäune, um Wildschweine zu vergrämen. „Wildschaden von Schalenwild, wozu Wildschweine gehören sowie vom Haarwild Kaninchen oder Federwild Fasan sind ausgleichspflichtig“, betonte Wagner. Er machte sich für die Zusammenarbeit der Bewirtschafter und Jäger stark. „Die Jagdgenossenschaften könnten aus ihrer Kasse den Weidezaun samt Zubehör zahlen. Rund 1000 Euro kostet es, fünf Hektar einzuzäunen“, rechnete er vor und empfahl: „Die Bewirtschafter halten die Flächen für den Zaun frei, den die Jäger aufstellen, die zudem die Weidezaungeräte kontrollieren könnten.“

Thema waren auch die Wildtiererfassungsbögen (WTE-Bögen). „Alle Naturschutzverbände beneiden uns um die Zahlen der Wildtiererfassung. Gegenüber der Politik sind wir jedes Jahr mit den ausgefüllten WTE-Bögen ein sehr verlässlicher Partner“, sagte Kreisjägermeister Hans Werner Hauer. Aus den Peiner Revieren seien im letzten Jahr 99 Prozent der Bögen ausgefüllt worden.

Wagner hatte Zahlen über erlegte Wildtiere aus den Streckenberichten der zwei zurückliegenden Jagdjahre parat. Im Hegering Edemissen sind von den 439 im Jagdjahr 2020/21 erlegten Rehen 183 im Straßenverkehr zu Tode gekommen. Im Jagdjahr 2021/21 betrug die Rehwildstrecke 405 Stück, davon waren 187 verkehrstote Rehe. Das Schwarzwild verzeichnete einen Anstieg der Erlegung von 147 (Jagdjahr 2020/21) auf 211 Stück im Jagdjahr 2021/22. Zudem kamen 67 Hasen (2020/21) gegenüber 262 Füchsen im Vergleichszeitraum zur Strecke. Im Jagdjahr 2021/22 waren es 128 Hasen und 201 Füchse.

Steffen Bartels, Vorsitzender der Jägerschaft Peine, informierte über die Anschaffung von drei Drohnen. Die Spendenplattform „Heimatherzen“ der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine hat 5000 Euro für die Anschaffung einer Drohe beigesteuert, den Rest hat die Jägerschaft aufgebracht. Zwei Drohnen wurden mit jeweils 4000 Euro über die Jägerschaft aus Fördergeldern des Bundeslandwirtschaftsministeriums finanziert sowie anteilig gesponsert von der Feldmarkinteressentenschaft Bortfeld, Carsten Lauenstein und Friedrich Plünnecke.

Für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden: Helmut Krüger und Gerd Meyer.

Seit 25 Jahren dabei sind: Hinnerck Bischoff, Frederik Böker, Hendrik Fischer, Manfred Konczak, Tobias Langhorst, Hartwig Munzel, Frank Schunder und Gabriele Wischmann.

Verfasserin: Birthe Kußroll-Ihle