Heimatbund Calberlah – Zeit spielt für junge Eltern eine große Rolle

Wir wünschen uns für unsere Kinder vor allem eine gesunde Ernährung. Das Obst und Gemüse für ihre Mahlzeiten soll von hoher Qualität sein. Vor dem Gemüsestand im Handel tauchen dann jedoch manchmal Zweifel auf. Woher stammt das Obst und Gemüse? Wie wurde es angebaut? Ach ja, Pflanzen Schutzmittel, ist unser Grünzeug für den Mittagstisch frei von Rückständen? Diese Fragen stellen sich Eltern, bevor sie den Einkauf für die Zubereitung der Mahlzeiten erledigen.

In den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung stetig gewachsen. Fast zwangsläufig erfolgt die Rückbesinnung auf die ursprüngliche Erzeugung von Lebensmitteln im eigenen Garten und dem Einkauf regionaler, unverarbeiteter Lebensmittel auf dem lokalen Markt.

Und wie sieht es in der Praxis aus? Im Alltag von Eltern spielt Zeit eine große Rolle, der Gang über den Markt kostet eben diese. Gemüse selber anpflanzen kann nur als Ergänzung zur gesunden Ernährung dienen. Oft ist auch der Preis eines Produktes entscheidend, viele Menschen können sich hochwertige Nahrungsmittel schlichtweg einfach nicht leisten.

Der Weg zur gesunden Ernährung liegt im Mix. In einer freien Zeit auf dem Markt einkaufen und in den Sommermonaten Gemüse aus dem Garten ernten. Preisbewusst gute Ware einkaufen geht auch beim Versorger. In vielen Geschäften finden sich Nischen mit Produkten von regionalen Erzeugern, zu einem Preis, der Verbrauchern und Erzeugern gerecht wird. Und dann sind da ja noch die Hofläden der Landwirte mit den vielen Produkten aus dem biologischen Anbau.

Auch wenn auf dem Tisch der Familie nicht immer Gemüse vom Markt oder vom Landwirt von nebenan steht, man braucht deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben. Nicht immer lässt sich der eigene Anspruch im Alltag auch leben. Aber unsere Kinder verdienen es, dass Eltern sich immer wieder auf die Verwendung von unverarbeiteten und unbehandelten Lebensmittel besinnen.

Heimatbund Calberlah, Karsten Karwehl